Neuigkeiten
22.01.2012, 10:30 Uhr
Demografischer Wandel in der Gemeinde Hille
Chancen und Risiken des demografischen Wandels
Niedrige Geburtenzahlen wirken sich auf Kindergärten und Schulen aus. Was ist zu tun, damit die älteren Mitbürgerrinnen und Mitbürger möglichst lange selbstbestimmt in ihren Häusern leben können
Hille-Nordhemmern -
„Unsere Gemeinde Hille im Jahre 2020 – Chancen und Risiken des demografischen Wandels“, so lautete das Thema des Referenten Holger Diekmann, der in der ersten CDU Gemeindeverbandsversammlung im neuen Jahr sprach.
„Der demografische Wandel macht auch vor unserer Gemeinde nicht halt. Jeder von uns kennt ein Haus, das leer steht“, mit diesen Worten führte Holger Diekmann in das Thema ein. Auch der Rückgang der Einwohnerzahlen mache das deutlich: Lebten im Jahr 2000 16.521 Menschen in unserer Gemeinde, so waren es 2010 nur noch 16.285 und im Jahr 2020 werden es bei gleichbleibenden Geburtenzahlen voraussichtlich noch 15.520 Menschen sein. (Quelle. Einwohnermeldeamt Hille, Bezirksregierung Detmold)
Durch die niedrige Geburtenrate und die höhere Lebenserwartung verändere sich auch die Alterspyramide. Im Jahr 2020 werden voraussichtlich über 1000 mehr über 80 jährige Menschen in Hille leben als heute, führte der Referent aus.
Die niedrigen Geburtenzahlen wirken sich auf Kindergärten und Schulen aus, andererseits müsse darüber nachgedacht werden, was zu tun sei, damit die älteren Mitbürgerrinnen und Mitbürger möglichst lange selbstbestimmt in ihren Häusern leben können, so der Vortragende.
Der demografische Wandel wirke sich auf viele Lebensbereiche aus. Kirchen, Vereinen und Parteien werde es an Nachwuchs fehlen. Die Feuerwehr, eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, habe es schon heute schwer, die Werktagsbereitschaft zu gewährleisten.
Auch die Landwirtschaft sei betroffen. Im Kreis Minden –Lübbecke gebe es 1081 landwirtschaftliche Betriebe, deren Inhaber mindestens 45 Jahre alt seien und bei 750 Betrieben sei die Nachfolge ungewiss (Quelle: Statistisches Landesamt NRW).
Betroffen sei auch die Finanzkraft der Gemeinde, denn Schlüsselzuweisungen und Steuer- und Gebühreneinnahmen werden zurück gehen, führte der Referent aus. Handel und Dienstleistungen werden Kaufkraftverluste zu spüren bekommen und auch über die Infrastruktur der Gemeinde muss nachgedacht werden. So wurde von den Anwesenden gefragt: „ Kann z.B. eine alleinstehende 80 jährige Dame noch den Winterdienst leisten und den Gehweg vor ihrem Haus räumen?“
Holger Diekmann wies nicht nur auf die Probleme hin, sondern stellte auch Lösungsansätze vor. Den Christdemokraten war es wichtig, dass Rat, Bürgermeister und Verwaltung bei allen Planungen die vielfältigen Aspekte des demografischen Wandels umfassend berücksichtigen. Diskutiert wurde über eine Demografiekonferenz, Bildung von Dorfnetzwerken und Pflege von Nachbarschaften. Betroffen sei auch die Finanzkraft der Gemeinde, denn Schlüsselzuweisungen und Steuer- und Gebühreneinnahmen werden zurück gehen, führte der Referent aus. Handel und Dienstleistungen werden Kaufkraftverluste zu spüren bekommen und auch über die Infrastruktur der Gemeinde muss nachgedacht werden. So wurde von den Anwesenden gefragt: „ Kann z.B. eine alleinstehende 80 jährige Dame noch den Winterdienst leisten und den Gehweg vor ihrem Haus räumen?“
Ältere Artikel finden Sie im Archiv.


