CDA-Kreisverband besucht die Diakonie-Stiftung-Salem

„Die Zukunft der Pflege“ war Thema eines intensiven Gedankenaustausches.

Besucher und Gastgeber der Diakonie-Stiftung-Salem
Besucher und Gastgeber der Diakonie-Stiftung-Salem
„Wir sollten das Image der Pflegeberufe schnell verbessern, denn der Dienst am Menschen ist nach wie vor eine erfüllende Aufgabe“, erklärte Thomas Lunkenheimer zu Beginn des Gespräches.„Wir sollten das Image der Pflegeberufe schnell verbessern, denn der Dienst am Menschen ist nach wie vor eine erfüllende Aufgabe“, erklärte Thomas Lunkenheimer zu Beginn des Gespräches.
Das Ziel dieser Einrichtung ist nicht, verstärkt ausländische Kräfte einzustellen, sondern Einheimische für die Pflege zu begeistern. „Die Pflege muss dem Gemeinwohl dienen und gehört nicht in Hände von Investmentkonzernen.

„Die Zukunft der Pflege“ war Thema eines intensiven Gedankenaustausches zwischen einem Fachteam der Diakonie-Stiftung-Salem und dem CDA-Kreisverband. Die Gruppe wurde vom theologischen Vorstand Thomas Lunkenheimer und vom kaufm. Vorstand Christian Schultz begrüßt. Außerdem nahmen an dem Fachgespräch Carsten Wöhler (Geschäftsbereichsleiter Pflege & Leben), Isabella Grosinski (Leitung Tagespflege Lahde) und Thomas Bögner, Wohnbereichsleitung im Haus Lauraentius in Nammen) teil.

Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel und die sich ändernden Familienstrukturen, werde auch die Pflege vor neue Herausforderungen gestellt. „Wir sollten das Image der Pflegeberufe schnell verbessern, denn der Dienst am Menschen ist nach wie vor eine erfüllende Aufgabe“, erklärte Thomas Lunkenheimer zu Beginn des Gespräches. „Auch das Einkommen mit 3.500 € plus 13. Monatsgehalt als Einstiegstarif für examinierte Kräfte ab 01.01.23 kann mit anderen Berufen konkurrieren“, ergänzte Christian Schultz. Dadurch ist die Diakonie-Stiftung-Salem auch heute noch in der Lage, genügend Nachwuchskräfte zu rekrutieren. Das Ziel dieser Einrichtung ist nicht, verstärkt ausländische Kräfte einzustellen, sondern Einheimische für die Pflege zu begeistern. „Die Pflege muss dem Gemeinwohl dienen und gehört nicht in Hände von Investmentkonzernen. Auch wir müssen eine Kostendeckung erzielen, aber haben keine Gewinnabsichten wie am Aktienmarkt operierende Fonds“, gaben die beiden Vorstandsmitglieder zu bedenken.

Die Einführung der Pflegekammern in NRW wird vom Diakonie-Team sehr positiv bewertet, damit langfristig eine bessere Pflegeplanung erfolgen kann. „Die Kammer braucht aber noch mehr Befugnisse, damit sie kein „zahnloser Tiger“ wird“, stellte Lunkenheimer fest. Um in der Pflege noch effektiver arbeiten zu können, muss die Digitalisierung voranschreiten, gerade hinsichtlich der umfangreichen Datenerfassung. Auch die Korrespondenzen zwischen Pflegeeinrichtung, Arzt, Apotheke usw. muss unter Nutzung technischer Möglichkeiten optimiert und darf nicht durch gesetzliche Vorgaben ausgebremst werden. So stellte Carsten Wöhler fest, dass z. B. die digitale Erfassung der Leistungsnachweisen in der Pflege auf Grund von Gesetzesvorgaben in NRW nicht möglich ist, obwohl diese in Süddeutschland schon lange praktiziert werde.

CDA Kreisvorsitzender Günter Obermeier bedankte sich für das aufschlussreiche und umfangreiche Gespräch. „Wir haben viel Positives gehört, aber nehmen auch Anregungen für unser politisches Wirken mit nach Hause, denn Pflege hat für CDA einen sehr hohen Stellenwert. Es scheint auch gesellschaftspolitisch noch Luft nach oben zu geben, denn wir haben gehört, dass Deutschland 1,5 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Pflege ausgibt, die Niederlande aber 2,3 % und Schweden 2,7 %“, stellte Obermeier abschließend fest.

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