CDU-Frauenunion Hille besucht Krakau – Polen zeigt seine Perlen

Für viele wird es nicht der letzte Besuch im Nachbarland gewesen sein.

Die Reisegruppe an einen der Drehorte für den Film „Schindlers Liste“ im Stadtteil Kazimierz in Krakau.
Die Reisegruppe an einen der Drehorte für den Film „Schindlers Liste“ im Stadtteil Kazimierz in Krakau.
Während der Bildungsreise der CDU Frauenunion (FU) Hille wurden in Krakau nicht nur Marienkirche, Jagiellonen-Universität, Rynek, Wawelschloss und Kathedrale besichtigt, sondern man besuchte auch das Unesco Welterbe, die 700 Jahre alten Salzmine „Wielicka“, den ehemaligen jüdischen Stadtteil Kazimierz, Schindlers Fabrik und fuhr nach Zakopane, um einen Blick auf die Hohe Tatra zu werfen.
Einig waren sich nach der Ankunft in Hille alle: Polen hat uns seine schönsten Perlen gezeigt.

Krakau war bei der diesjährigen einwöchigen Bildungsreise der CDU Frauenunion (FU) Hille das Ziel.

Sinn dieser von Axel Detert vom ESTA Bildungswerk organisierten und von Gertrud Horstmann, Mitglied im Bezirksvorstand der FU, geplanten Reise ist es, sich selbst ein Bild von Land und Leute zu machen und nicht nur Informationen über Land und Leute aus den Medien zu erhalten. Gespräche mit Frauen aus der politischen Landschaft werden ebenfalls geführt, um Gemeinsamkeiten oder Unterschiede in der politischen Arbeit und im privaten Bereich zu erfahren.

Die Fahrt ging mit einem Zwischenstopp in Legnica (Liegnitz) nach Krakau. Das Hotel in der Innenstadt bot den optimalen Standort für eigenständige Besuche der Altstadt.

Mit Marcin Plewka, einem Journalisten und Historiker, konnte ein kompetenter Stadtführer für den Aufenthalt in Krakau verpflichtet werden. So konnten Marienkirche, Jagiellonen-Universität, Rynek, Wawelschloss und Kathedrale nicht nur gezeigt, sondern auch mit allen historischen Fakten und Zahlen den interessierten Mitreisenden nahegebracht werden.

Die Führung durch den ehemaligen jüdischen Stadtteil „Kazimierz“ incl. Besuch der Remuh-Synagoge und des dazugehörigen Friedhofes, sowie den Drehorten für den Film „Schindlers Liste“ gehörten ebenfalls zum Programm.

Ein weiteres Highlight war der Besuch der über 700 Jahre alten Salzmine „Wielicka“ die in die 1. UNESCO-Liste des Weltkulturerbes und Weltnaturerbes eingetragen ist. Die Mine wird jährlich von über eine Million Touristen besucht. Besonders beeindruckte die in der Mine aus dem Stein gehauene Kapelle mit seinen ebenfalls aus dem Salzgestein geschlagenen Bildern sowie der in über hundert Meter tief liegende Konzertsaal.

Da es von Krakau nach Zakopane nur knapp 100 Kilometer sind, gehörte ein Blick auf diesen Touristenort ebenfalls zum Programm. Fasziniert waren alle vom sich dort bietenden fantastischen Panorama der Hohen Tatra, deren Hänge noch Anfang Mai mit reichlich Schnee bedeckt waren. Diesen konnte man jedoch auch nach der Fahrt mit der Zahnradbahn auf die Gubalowa-Spitze noch in einigen Bereichen sehen. Auf eine Schneeballschlacht wurde trotzdem verzichtet.

Unterwegs hatte man die Möglichkeit, in den Beskiden die älteste Holzkirche Polens zu besichtigen. Es ist die Pfarrkirche "Erzengel St. Michael“ in Dębno. Sie wurde aus Tannen- und Lärchenholz ohne Einsatz von Metallnägeln errichtet. Es ist die meistbesuchte Holzkirche Polens und steht ebenfalls auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Im Rathaus von Krakau hatte man die Gelegenheit, mit dem dortigen Ratsmitglied Frau Malgorzata Poplawska, einer jungen Frau, die bei einer großen Bank tätig ist und auch längere Zeit in Hannover beschäftigt war, in deutscher Sprache über die Rolle der Frau in der lokalen Politik von Krakau sprechen. Dabei zeigte es sich, dass die Beteiligung der Frauen in der Politik ähnlich hoch ist wie in Deutschland oder Italien. Erstaunt waren die Anwesenden über die Information, dass die Arbeitslosigkeit in Polen in den Ballungszentren bei ca. 7% liegt. Im ländlichen Bereich liegt die Quote bei ca. 12 %.

Erstaunlich war für die meisten Mitreisenden, dass es im Gespräch mit unterschiedlichen Personen sich herauskristallisierte, dass sich viele Polen vom westlichen Ausland in der jetzigen Krise zwischen Russland und der Ukraine alleingelassen fühlen. Man befürchtet, dass die Ukraine nur ein Zwischenschritt ist.

Auf der Rückfahrt wurde Wroclaw (Breslau) besucht. Auf Grund der knappen Zeit war leider nur eine kurze Stadtbesichtigung mit einem Führer möglich. Heute gibt es kaum noch Anzeichen dafür, dass diese Stadt am Ende des Krieges fast vollständig zerstört war.

Mit einem erneuten Zwischenstopp mit Übernachtung in Legnica (Liegnitz) wurde dann Hille wieder erreicht.

Einig waren sich nach der Ankunft in Hille alle: Polen hat uns seine schönsten Perlen gezeigt.

Für viele wird es nicht der letzte Besuch im Nachbarland gewesen sein.

- Land und Leute sind einfach sympathisch. –


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